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Junge Union: Beeindruckender Abend mit dem Jugendoffizier der Bundeswehr und RTL Der Tagungsraum in der Kellerbar im Meilenstein platze am Mittwoch fast aus allen Nähten - das Interesse an dem Thema 'Bundeswehr in Afghanistan', zu dem die Junge Union (JU) Norderstedt eingeladen hatte, war enorm.Einen anschaulichen, technisch hochwertigen Vortrag hielt der Jugendoffizier Hauptmann Sebastian Radeck. Besonders beeindruckt waren die rund 20 Besucher von den eigenen Fotos und Eindrücken, die Radeck im Afghanistaneinsatz sammeln konnte. Ihm, der als Presseoffizier vier Monate vor Ort war, ging es an diesem Abend insbesondere auch darum zu vermitteln, wie das Leben in Afghanistan aussieht, welche Sitten, Gebräuche und Historie die Menschen prägen und welche kulturellen Unterschiede es zu Europa gibt. Gelernt hat an diesem Abend jeder etwas, ging der Referent detailliert auf die Struktur des Landes, die Bevölkerungsgruppen und Besonderheiten Afghanistans ein. Radeck gelang es anschaulich, einen Blick auf Afghanistan zuzulassen, der in den Medien oftmals zu kurz kommt. So zeigten sich viele überrascht über den hohen Grad des Analphabetentums im Land und über die leider sehr hohe Kindersterblichkeitsrate. Zur Zeit sind ca. 60.000 Soldaten der ISAF in Afghanistan bemüht, dem Land Sicherheit zu geben - und das bei einer Fläche des Landes, die doppelt so groß ist wie Deutschland. Allein in einem Gebiet im Nordosten Afghanistans, das so groß wie Niedersachsen ist, sollen lediglich knapp 500 überwiegend deutsche Soldaten für Sicherheit sorgen - eine Aufgabe, die so kaum zu bewältigen scheint, zumal die gebirgige Region für Fahrzeuge, und aufgrund der Berghöhen auch für Hubschrauber, weitgehend unzugänglich ist. Schlicht und ergreifend schwierige Voraussetzungen, um für Sicherheit zu sorgen und um in Zusammenarbeit mit den Afghanen den Aufbau funktionierender Sicherheitsstrukturen zu unterstützen. Radeck stand den interessierten Besuchern auch Rede und Antwort. Schnell entwickelte sich eine umfassende, ernsthafte Diskussion, in der viele Aspekte im Zusammenhang mit dem Bundeswehreinsatz in Afghanistan und dem Wiederaufbau des Landes beleuchtet werden konnten. Im Ergebnis war man sich einig, dass es derzeit wohl leider keine Patentlösungen für die vielfältigen Probleme des Landes gibt. Als besonderer Gast war ein Kamerateam von RTL anwesend. 'Der Sender drehte einen Bericht über den erfolgreichen Aufbau von politischen Jugendorganisationen in Deutschland. Dieser dürfte die nächsten Wochen gesendet werden - die Mitglieder der JU sind gespannt', so Dirk Bruster, verantwortlicher JU-Beauftragter in Norderstedt. Junge Union | 11.03.2010
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