Am 9. November gedachte die Stadt Norderstedt gemeinsam mit Bürgerinnen und Bürgern der Reichspogromnacht von 1938. Auch in diesem Jahr fand die Gedenkveranstaltung am ehemaligen KZ Wittmoor statt – einem Ort, der das dunkelste Kapitel deutscher Geschichte mahnt und zugleich Auftrag für die Gegenwart bleibt.
der CDU-Ortsverband hat mit seinen Mitgliedern einen Kranz niedergelegt und zeigte sichtbar Haltung.
Unsere Stadtpräsidentin Petra Müller-Schönemann fand in ihrer Ansprache eindringliche Worte über Verantwortung, Erinnerung und die Notwendigkeit einer lebendigen und wachsamen Demokratie. Ebenfalls sprach Ayala Nagel, die erste Vorsitzende des Vereins CHAVERIM – Freundschaft mit Israel e.V., die die Veranstaltung auch in diesem Jahr organisiert hat. Ihr Einsatz für Dialog, jüdisches Leben und Verständigung ist für unsere Stadt von unschätzbarem Wert.
Für Chaverim hielt CDU Vorstandsmitglied Patrick Seidel eine Rede, in der er betonte, dass Antisemitismus heute nicht nur in historischen Bildern erscheint, sondern leider erneut sichtbar und hörbar geworden ist – auf der Straße, im Alltag, in Schulen und insbesondere in den sozialen Medien. „Antisemitismus trägt heute viele Gesichter. Wir dürfen ihm nicht erst dann widersprechen, wenn er laut wird – sondern bereits dann, wenn er leise beginnt,“ sagte er unter anderem.